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Simone Wiedersheim

Gute Tipps für die Hochsaison der Zecken

Weltweit gibt es gut 800 verschiedene Zeckenarten, ausnahmslos alle saugen Blut. Die Schildzecke Ixodes ricinus, auch gemeiner Holzbock oder Schafszecke genannt, ist der häufigste Vertreter dieser Tiergruppe. Im Gegensatz zu den meisten anderen Zeckenarten ist Ixodes ricinus nicht auf einen Wirt spezialsisiert, sondern befällt gleich eine ganze Reihe von unterschiedlichen Tierarten, darunter auch den Menschen.

Zecken leben im Untergehölz des Waldes, auf Sträuchern und in hohen Gräsern. Sie brauchen für ihre Entwicklung eine minimale Durchschnittstemperatur (14 bis 23 Grad Celsius) und genügend Feuchtigkeit (80 bis 85 %). Dies ist bei uns von Mai bis Juni und September bis Oktober der Fall. Sie brauchen ein gemässigtes Klima und leben nur bis ca. 1000 müM.

Da sie gegenüber Austrocknung sehr empfindlich sind, überdauern sie heiße und trockene Sommer in einem widerstandsfähigeren Ruhestadium. Im Winter verfallen sie in eine Art Winterstarre.

Zecken erkennen ihre Opfer am Geruch, an der Körperwärme und am ausgeatmeten Kohlendioxid. Oft strecken sie ihre Vorderbeine in die Höhe, an denen sie ein spezielles Organ besitzen, welches auf die Erkennung bestimmter Stoffe ausgerichtet ist. Streift ein Wirt die Zecke, kann sich diese blitzschnell an ihm festhalten und anschließend eine geeignete Stelle für einen Stich suchen (Leistengegend, Achselhöhle, Kopfhaut...). Damit die Zecke ungestört essen kann, gibt sie eine betäubende, entzündungshemmende und blutstillende Substanz ab, so dass wir sie oft erst gar nicht bemerken.

Zecken sind nicht bisswütige Tiere, sie beissen zur Arterhaltung. Eine Zecke durchläuft in ihrer Entwicklung verschiedene Stadien (Ei, Larve, Nymphe und erwachsene Zecke) und für jede Verwandlung braucht sie eine Blutmahlzeit.

Es gibt verschiedene Theorien wann die Übertragung der Krankheiten stattfindet. Die gängigste Meinung ist, dass FSME-Viren (verantwortlich für die Hirnhautentzündung) direkt mit dem Stechakt auf das Opfer übertragen werden, bei Borrelien dagegen wird davon ausgegangen, dass sie erst zu einem späteren Zeitpunkt während des Saugaktes in den Wirt gelangen.
Nochmals Andere meinen, dass die Zecken den Mageninhalt ganz am Schluss bevor sie abfallen, entleeren und damit die darin enthalten Erreger übertragen.
Der Saugakt dauert ca. 2 bis 9 Tage. Rechtzeitiges Entfernen der Zecke ist also wichtig, um eine Krankheitsübertragung möglichst zu verhindern

Am besten wird die Zecke einfach mit Pinzette oder den Fingernägel gerade herausgezogen. Unter keinen Umständensollte man eine "Vorbehandlung" durch Öl oder sonstige Mittel machen, da dies das Risiko, dass die Zecke erbricht, erhöht!


Welche Krankheiten können durch Zecken übertragen werden?

Zecken können eine Grosszahl von Krankheiten übertragen, am meisten gefürchtet sind jedoch FSME (FrühSommerMenigoEnzephalitis) und Borreliose.

FSME: 0.1-0.8% aller Zecken tragen den entsprechenden Erreger in sich. Viele Hirnhautentzündungen erkennt man gar nicht, weil sie Symptome wie eine Grippe machen und dann bei 95% der Erkrankten restlos ausheilen. Nur gerade 5% aller Hirnhautentzündungen machen Komplikationen (und diese %-Zahl bezieht sich nicht nur auf diejenigen der von Zeckenübertragungen!). Und von diesen restlichen 5% endet 1% tödlich...

Borreliose: Dies ist die häufigste durch Zecken übertragenen Krankheit. 5-35% aller Zecken sind Träger des Erregers, einem Bakterium. Die Krankheit wird in drei Stadien eingeteilt:

1. Stadium: leichter Hautausschlag an der Einstischstelle mit Anzeichen wie von einer leichten Grippe

2. Stadium: ist für uns nicht sichtbar, es handelt sich um das "Verteilen" der Bakterien in das Blut und die Organe.

3. Stadium: es können bleibende Schäden an den Organen entstehen, Arthrose in den Gelenken, chronische Funktionsstörungen der Nerven, Hauterkrankungen, Hautflecken, Gelenkentzündungen, Muskelentzündungen, Erkrankung des Nervensystems, Lähmungen, Schmerzen, Gefühlsstörungen, Kopf-SZ, Erbrechen, Gedächtnisstörung, etc.

Die schulmedizinische Behandlung ist wochenlanges Antibiotikum intravenös.

Der Borrelien-Test ist im ersten Stadium unwirksam. Bis 80% der Fälle ergeben dann noch ein normales Ergebnis, was aber eine Infektion nicht ausschliesst. Wurde mit Antibiotikum behandelt, kann gar nichts nachgewiesen werden, da alle Bakterien abgetötet wurden und dadurch keine Antikörper nachgewiesen werden können. Alle anderen Untersuchungen sind nur Hinweise, aber beweisen keine Krankheit.


Tipps aus hömopathischer Sicht

Wie soll man sich nun aber auf Feld, Wald und Wiese verhalten, damit diese Tierchen einem nicht zu nahe treten?

Beim Aufenthalt in "Zeckengebieten" sollte man den Körper möglichst bekleidet lassen, d.h. lange Ärmel, lange (evt. enganliegende) Hosen und geschlossene Schuhe tragen. Ätherische Öle halten Zecken fern, verlieren aber schnell ihre Wirkung. Die Einnahme von Knoblauchkapseln (noch besser frischem Knoblauch!) senkt das Risiko von Zeckenstichen (Insektenstichen allgemein).

Aus homöopathischer Sicht gilt: "Zecke raus, Ledum rein!" Das heisst, nach dem Aufenthalt in entsprechenden Gebieten sollte man den Körper gut absuchen, die Zecken sofort entfernen und 3-5 Globuli Ledum C200 einnehmen. Das Mittel "bereinigt" das Terrain und verhindert so das Entstehen möglicher Krankheiten.
Sollte sich der Kopf der Zecke noch im Körper befinden und nicht von selbst vom Körper  rausgeschafft werden, können Sie, falls nötig, diesen Prozess mit einer Gabe Silicea C200 beschleunigen.

Sollten sich zu einem späteren Zeitpunkt Symptome zeigen, lassen Sie sich von einem Homöopathen individuell behandeln.




Autor des Artikels und inhaltlich verantwortlich:
Simone Wiedersheim

Datum des Eintrags: 17.05.10  

Fachbeiträge sind von dem Autor verfasst und unterliegen dem Urheberrecht.
















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